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Nicht nur zwingend ein Muskelspiel
Vor ungefähr drei einhalb Jahren (2003)
beschloss ich, einfach mal die Wände hochzugehn, und zwar im Kletterturm des
Inform Fitness Studios in Pfaffenhofen. Nach einem Jahr Radfahren, Stepper und
Laufgerät hatte ich einfach Lust auf eine andere Art der Bewegung und belegte
kurzum einen Indoor-Kletterkurs. Klettern ist nicht nur ein Kraftspiel, sowie
das viele womöglich denken. Es ist vielmehr ein ausgeklügeltes Vorankommen mit
Hilfe von Gleichgewicht, Schwung, und Einsatz verschiedener Techniken, die eine
gewisse Beweglichkeit des Körpers voraussetzen. Kraft ist von Vorteil,
insbesondere beim Überhang und bei starker Neigung, aber nicht unbedingt
erforderlich. Die Begeisterung für diese Sportart, bei der man vor allen Dingen
auch ein Ziel, nämlich das Begehen einer vorgegebenen Route in einem Zug vor
Augen hat, hat bis heute angehalten. Ich bewege mich meist im 5., manchmal auch
im 6. Grad.
Raus in die Natur
Nach einem Jahr Hallentraining gings raus an
die Felsen: Bisher machte ich Bekanntschaft mit den Sportklettergebieten im
Frankenjura, im Labertal und am Gardasee. Die Felsenhöhe bewegt sich meist
zwischen 25 und 30 Meter. Am Felsen klettern ist einfach ein Erlebnis, und
natürlich bieten sich draussen viel schönere Ausblicke. Die Sicherungshaken der
vorgegebenen Routen allerdings sind meist nur sehr spärlich gebohrt Das
bedeutet, dass man unter Umständen tief fallen kann, wenn man es von einem zum
nächsten Haken nicht schafft, sein Seil einzuhängen. Zu diesem Zwecke ist es
immer praktisch, wenn man einen mutigen Vorsteiger dabei hat, der das Seil
vorab am letzten Umlenkhaken befestigt. Somit kann man das Hochklettern viel
ruhiger angehn und Züge machen, die man aus Fallangst sonst eher nicht macht,
ohne dass die Nerven dabei zu stark beansprucht werden!
Der Klettersport ist ein perfektes
Ganzkörpertraining bei dem Erfolgserlebnisse nicht ausbleiben.
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